24. Mai, Sonntag Exaudi

Der 6. Sonntag nach Ostern hat seinen Namen nach Psalm 27,7 : „Exaudi, Domine, vocem meam“;
„HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe!"

Jesus nimmt Abschied von seinen Jüngern. Dieser Abschied trägt in sich die Verheißung des Wiedersehens:
„Ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen“. 
Joh 16,22

Bildandacht aus dem Gottesdienstinstitut zum Lesen

Lesegottesdienst zum Sonntag Exaudi aus dem Gottesdienstinstitut 

Gottesdienst aus der Evangeliumskirche München

Evangelium des Sonntags: Johannes 16, 5-15

Das Werk des Heiligen Geistes
Jesus sagt zu seinen Jüngern: Jetzt aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand von euch fragt mich: Wo gehst du hin? Doch weil ich dies zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauer. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden. Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht; über die Sünde: dass sie nicht an mich glauben; über die Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht seht; über das Gericht: dass der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in aller Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er nimmt es von dem Meinen und wird es euch verkündigen.

 

Gebet

„Und es wird keiner den andern lehren und sagen: ‚Erkenne den Herrn’,
denn sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der Herr;
denn ich will ihnen die Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.“

(Jeremia 31,34)

Allgegenwärtiger Gott,
du bist uns verborgen,
denn wir verbergen uns vor dir.
Du bist uns fern,
denn wir fliehen dich.
Wer darf dich erkennen?

Komm zu uns und öffne unsere Sinne,
dass wir dich spüren,
wie du wirkst und Leben schaffst
in uns
und unter uns und in allem,
was wir sehen und hören und erfahren.

Wir bitten dich um dein Erscheinen,
wo du fern zu sein scheinst,
bei denen, die vereinsamen und verdämmern
in Krankenhäusern und Pflegeheimen,
die sich vergessen fühlen,
die Zuneigung vermissen
und nicht mehr an deine und unsere Nähe glauben können.
Wir rufen:
Herr, erbarme dich.

Wir bitten dich um dein Erscheinen,
wo du zu fehlen scheinst,
bei denen, derer Lebensperspektiven bedroht sind,
bei denen, die kalt und leer geworden sind
und verschlossen in ihren engen Kreisen,
bei denen,
die nur noch weg wollen und nicht wissen wohin.
Wir rufen:
Herr, erbarme dich.

Wir bitten dich um dein Erscheinen,
wo du dich zu entziehen scheinst,
bei denen, die Angst haben vor der Zukunft,
bei denen, die nicht glauben können
an deinen Weg mit uns,
bei denen, die Reichtum oder Rasse,
technisches Vermögen
oder den vermeintlich unentwegten Fortschritt
an deine Stelle setzen.
Wir rufen:
Herr, erbarme dich.

Wir bitten dich um dein Erscheinen,
wo du fern zu sein scheinst,
in unserer Verworrenheit,
die wir das Nächste, deine Nähe nicht sehen,
die wir nicht spüren können,
wie du dich unentwegt nach uns sehnst und uns suchst.
Wir rufen:
Herr, erbarme dich.

Allgegenwärtiger Gott,
du bist uns verborgen,
denn wir verbergen uns vor dir.
Wo der Himmel verschlossen scheint und die Hoffnung verweht,
sei du uns der Weg ins Offene.

Amen.

Psalm 27 

Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?
Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?
Eines bitte ich vom HERRN, das hätte ich gerne:
dass ich im Hause des HERRN bleiben könne mein Leben lang,
zu schauen die schönen Gottesdienste des HERRN und seinen Tempel zu betrachten.
Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit,
er birgt mich im Schutz seines Zeltes und erhöht mich auf einen Felsen.
HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und antworte mir!
Mein Herz hält dir vor dein Wort:
 »Ihr sollt mein Antlitz suchen.«
Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz.
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir, verstoße nicht im Zorn deinen Knecht!
Denn du bist meine Hilfe; verlass mich nicht und tu die Hand nicht von mir ab, du Gott meines Heils!
Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich, aber der HERR nimmt mich auf.
HERR, weise mir deinen Weg und leite mich auf ebener Bahn um meiner Feinde willen.
Gib mich nicht preis dem Willen meiner Feinde! Denn es stehen falsche Zeugen wider mich auf und tun mir Unrecht.
Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde die Güte des HERRN im Lande der Lebendigen.
Harre des HERRN!
Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!
aus Psalm 27, Die Bibel, Übersetzung nach Martin Luther 2017

Liturgischer Kalender

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Nächster Feiertag:

31.05.2020 Pfingstsonntag

Wochenspruch: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth. (Sach 4,6b)
Wochenpsalm: Ps 118,24–29
Predigttext: Apg 2,1–21
Evangelium: Joh 14,15–19(20–23a)23b–27
Wochenspruch: Sach 4,6b
Wochenlied: Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist
oder
Atme in uns, Heiliger Geist


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31.05.2020 Pfingstsonntag

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